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Recht & Stigma

Chemsex & Diskreditierung

Täter in der Chemsex-Szene verlassen sich oft darauf, dass ihre Opfer aus Angst vor Stigmatisierung oder rechtlichen Konsequenzen wegen Drogenkonsums schweigen. Das ist eine bewusste Taktik der Unterdrückung.

Die Angst vor dem Sprechen

Warum Opfer schweigen

Angst vor Strafverfolgung

Die Sorge, dass eine Anzeige wegen Missbrauchs zu Ermittlungen wegen illegalem Drogenbesitz führt.

Soziale Ächtung

Die Befürchtung, dass Freunde, Familie oder Arbeitgeber von der Teilnahme an Chemsex-Partys erfahren.

Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit

Täter behaupten oft, das Opfer habe aufgrund der Drogen "zugestimmt" oder könne sich nicht richtig erinnern.

Internalisiertes Stigma

Das Gefühl, man habe den Missbrauch "verdient", weil man sich in diese Situation begeben hat.

Die rechtliche Realität

Deine Rechte sind unantastbar

Drogenkonsum hebt das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung nicht auf. Ein "Nein" bleibt ein "Nein", und Bewusstlosigkeit ist niemals Zustimmung.

  • Opferschutz geht vor: In vielen Ländern priorisieren Polizei und Justiz schwere Straftaten wie Vergewaltigung oder Erpressung gegenüber geringfügigen Drogendelikten der Opfer.
  • Einwilligungsfähigkeit: Wer unter starkem Substanzeinfluss steht, ist rechtlich oft nicht in der Lage, eine wirksame Einwilligung zu geben.
  • Diskretion: Beratungsstellen und Anwälte unterliegen der Schweigepflicht. Du kannst dich dort sicher anvertrauen.

Lass dich nicht einschüchtern

Der Täter nutzt deine Angst als Schutzschild. Wenn du bereit bist, gibt es Wege, diesen Schild zu durchbrechen und Gerechtigkeit zu suchen.